Koreanische Akupunktur
Akupunktur und China? Klar, alter Hut – das weiß fast jeder.
Akupunktur und Japan? Ja, davon haben viele schon gehört.
Akupunktur und Korea?? Wie bitte???
Tatsächlich blickt auch Korea auf eine jahrhundertealte, eigenständige Medizintradition zurück. Wie die klassische chinesische und japanische Medizin betrachtet die Traditionelle Koreanische Medizin den Menschen als untrennbare Einheit von Körper, Geist und Emotionen.
Sie teilt die klassischen Wurzeln der fernöstlichen Heilkunst – vor allem die Lehre von Yin & Yang, den Wandlungsphasen (Fünf Elemente / Wu Xing) und den Leitbahnen (Meridianen).
Über Jahrhunderte hinweg hat sich in Korea jedoch eine ganz eigene Behandlungsphilosophie herausgebildet: feinsinnig, strukturiert und mit einem ausgeprägten Fokus auf maximale Wirkung bei minimalem Nadelreiz.
Was zeichnet die Koreanische Akupunktur aus?
Koreanische Akupunktur bietet somit eine sichere, vielseitige und tiefgreifende Methode, die sowohl körperliche Beschwerden als auch emotionale Dysbalancen adressiert und sich durch standardisierte Punktstrategien und eine klare theoretische Grundlage auszeichnet – so wie die meisten Stile der japanischen Akupunktur.
- Minimaler Reiz – maximale Klarheit: Statt vieler Nadeln am ganzen Körper nutzen koreanische Methoden meist nur sehr wenige, gezielt ausgewählte Punkte – so wie in den meisten Stilen der japanischen Akupunktur.
- Schonend & sanft: Es kommen auch hier hauchdünne Nadeln zum Einsatz. Im Gegensatz zu den meisten japanischen Stilen, in denen die Nadel nur in die Haut gestochen wird, beziehungsweise zur chinesischen Akupunktur die deutlich tief sticht, wird hier moderat tief eingestochen. Deshalb werden im koreanischen Stil die Nadeln von Patientinnen und Patienten als sehr schmerzarm empfunden.
- Fokus auf Hände und Füße: Behandelt wird überwiegend an den sogenannten antiken Transportpunkten (Shu-Punkten) an Unterarmen und Unterschenkeln. Ein langes Auskleiden ist in der Regel nicht erforderlich.
- Gleichklang von Körper, Geist und Emotionen: Koreanische Stile trennen körperliche Symptome nicht von psycho-emotionalen Prozessen, sondern behandeln beide Ebenen stets gemeinsam. Das hat sie wiederum mit den chinesischen und japanischen Stilen gemein.
Meine Behandlungsschwerpunkte im Überblick
Ich setze auf drei traditionsreiche, hochwirksame Stile der koreanischen Akupunktur:
1. SaAm-Akupunktur (Vier-Nadel-Technik)
Das wohl bekannteste und in Korea am weitesten verbreitete System. Mit einer Kombination aus exakt vier Punkten reguliert SaAm tief sitzende Dysbalancen der Leitbahnen und Organe.
*Schwerpunkte:* Chronische Erschöpfung, vegetative Dysbalancen, psychosomatische Beschwerden, Schlafstörungen Störungen in den Leitbahnen wie Schmerzen.
👉 Mehr über die SaAm-Akupunktur erfahren
2. Tong Gi Chim (Toröffnungs-Akupunktur)
Eine dynamische Methode, die darauf abzielt, die körpereigene Rhythmik in Raum und Zeit zu synchronisieren und energetische Tore zu öffnen, wenn der Qi-Fluss blockiert ist.
*Schwerpunkte:* Innere Getriebenheit, Jetlag/Rhythmusstörungen, akute vegetative Blockaden, Anpassungsschwierigkeiten an Umwelt oder Jahreszeiten. Sie ist eine ausgezeichnete Wahl für eine erste Behandlung, da sie die Aufnahmefähigkeit des Körpers für die Vorteile der Akupunktur erhöht.
👉 Mehr über Tong Gi Chim erfahren
3. Pyung Chim (Yin-Yang- & Wasser-Feuer-Ausgleich)
Eine fundamentale Ausgleichsmethode, die das harmonische Zusammenspiel zwischen den Polaritäten (Wasser & Feuer, Kälte & Hitze, Oben & Unten) wiederherstellt.
*Schwerpunkte: Schmerzen, Vegetative Überhitzung (z. B. aufsteigende Hitze bei kalten Füßen), innere Unruhe, chronische Dysbalancen im autonomen Nervensystem.
👉 Mehr über Pyung Chim erfahren
Hier geht es weiter zu NAET (Nambutripats Allergy Elimination Tchnique)
