Medizindrache Alexander Jahn
Chinesische & Japanische Medizin, NAET, Osteobalance

3. Moderne / Seltene Zucker (Stoffwechselaktiv & Darm-Hirn-Achse)

D-Tagatose
Hergestellt: Hydrolyse von Lactose mit anschließender Laugenbehandlung
Bestandteile: Einfachzucker
Kalorien im Vergleich zu Haushaltszucker: 92% Süßkraft, 38% Kalorien (Ca. 1,5 kcal/g)
Einfluss auf den Insulinspiegel: sehr gering, schwächt den Glykämischen Index von Mahlzeiten ab.
Karies: zahnfreundlich / hemmt Zahnbelag
Nebenwirkungen: Kann bei Dosen ab ca. 10–15 g dosisbedingt Blähungen oder weichen Stuhl auslösen (Dickdarm-Fermentation)
Wirkung auf Stoffwechsel & Gehirn (Neueste Studien): Fördert prebiotisch die Bildung kurzkettiger Fettsäuren (Butyrat) und reguliert über den Leber-Signalstoff FGF21 das Belohnungszentrum im Gehirn. Das bedeutet, dass man angenehm das Süße schmeckt, aber keine überschießenden Dopamin-Spiegel erreicht, so dass man sofort wieder „nachlegen“ will / muss, sondern sich nachhaltig „süß-Befriedigt“ fühlt. Statt „typisches Süß-Craving“ gibt es ein Senken der biologischen Toleranzschwelle für „Süß“, was hilft, eine gesunde Ernährung zu etablieren beziehungsweise zu erhalten.
Zeigt im Gegensatz zu Erythrit, Xylit, Sorbitol und synthetischen Süßstoffen keine Anzeichen für Neuroinflammation oder Gefäßverengung im Gehirn.
TCM-Betrachtung:

  • Thermik: Kühl bis kalt (aufgrund des hohen Verarbeitungsgrads und der Schwerverdaulichkeit).
  • Wirkrichtung & Dynamik: Befeuchtet nicht im physiologischen Sinne (kein Aufbau von Körperflüssigkeiten), sondern erzeugt durch unvollständige Resorption pathologische Feuchtigkeit in Dickdarm und Milz (Mitte). Es schwächt bei regelmäßigem Verzehr die Mitte, was zu Blähungen, breiigen Stühlen und Kältegefühlen im Bauchraum führen kann.
  • Jedoch befriedigt Tagatose eine unruhige „Leber“ mit süßem Geschmack, stabilisiert dabei aber Yi (den präsenten Geist) und besänftigt das „Herz Feuer“.

CO2-Abdruck: Mäßig bis hoch: meist im industriellen Maßstab enzymatisch oder fermentativ hergestellt. Der hohe Aufwand an Strom, Wasser und Raffination verschlechtert die CO₂-Bilanz trotz teilweise regionaler Rohstoffe (wie Mais oder Zuckerrüben)


Allulose
Hergestellt: industriell aus Zuckerrüben
Kalorien im Vergleich zu Haushaltszucker: 5% (!) der Nahrungsenergie bei gleicher Süßkraft (Ca. 0,2–0,4 kcal/g)
Einfluss auf den Insulinspiegel: Keiner
Karies: zahnfreundlich
Nebenwirkungen: Sehr gut verträglich; bei extrem hohen Einzeldosen leichtere Magen-Darm-Beschwerden.
Wirkung auf Stoffwechsel & Gehirn (Neueste Studien):
Leber-Signalstoff FGF21: vgl. D-Tegatose
Zusätzlich stimuliert Allulose im Darm die Ausschüttung des Sättigungshormons GLP-1, wodurch die Sättigung allgemein verbessert, Appetit direkt reduziert und die Insulinsensitivität erhöht wird.
Zeigt im Gegensatz zu Erythrit, Xylit, Sorbitol und synthetischen Süßstoffen keine Anzeichen für Neuro-Entzündung oder Gefäßverengung im Gehirn.
TCM-Betrachtung:

  • Thermik: Kühl bis kalt (aufgrund des hohen Verarbeitungsgrads und der Schwerverdaulichkeit).
  • Wirkrichtung & Dynamik: Befeuchtet nicht im physiologischen Sinne (kein Aufbau von Körperflüssigkeiten), sondern erzeugt durch unvollständige Resorption pathologische Feuchtigkeit in Dickdarm und Milz (Mitte). Es schwächt bei regelmäßigem Verzehr die Mitte, was zu Blähungen, breiigen Stühlen und Kältegefühlen im Bauchraum führen kann.

CO2-Abdruck: Mäßig bis hoch: meist im industriellen Maßstab enzymatisch oder fermentativ hergestellt. Der hohe Aufwand an Strom, Wasser und Raffination verschlechtert die CO₂-Bilanz trotz teilweise regionaler Rohstoffe (wie Mais oder Zuckerrüben)


Isomalto-Oligosaccharid
Hergestellt: industriell enzymatisch aus Stärke
Bestandteile: Mischung aus Oligosacchariden (Mehrfachzuckern) und Isomaltose mit einem geringen Anteil an Glucose und Maltose
Kalorien im Vergleich zu Haushaltszucker: ähnliche Süßkraft wie Zucker, dabei 30% weniger Kalorien
Einfluss auf den Insulinspiegel: weniger stark
Karies: zahnfreundlich
Nebenwirkungen:

  • Positiv: wirkt wie ein Prebiotikum (stärkt Darmbewegung und die Stuhl-Fermentation im Darm)
  • Übermäßiger Gebrauch kann zu Blähungen und Diarrhoe führen.

TCM-Betrachtung:

  • Thermik: Kühl bis kalt (aufgrund des hohen Verarbeitungsgrads und der Schwerverdaulichkeit).
  • Wirkrichtung & Dynamik: Befeuchtet nicht im physiologischen Sinne (kein Aufbau von Körperflüssigkeiten), sondern erzeugt durch unvollständige Resorption pathologische Feuchtigkeit in Dickdarm und Milz (Mitte). Es schwächt bei regelmäßigem Verzehr die Mitte, was zu Blähungen, breiigen Stühlen und Kältegefühlen im Bauchraum führen kann.

CO2-Abdruck: Mäßig bis hoch: meist im industriellen Maßstab enzymatisch oder fermentativ hergestellt. Der hohe Aufwand an Strom, Wasser und Raffination verschlechtert die CO₂-Bilanz trotz teilweise regionaler Rohstoffe (wie Mais oder Zuckerrüben)


Isomaltulose (Palatinose™)
Hergestellt: enzymatisch aus Saccharose
E-Nummer: E 953
Bestandteile: Zweifachzucker aus Fructose und Glucose
Kalorien im Vergleich zu Haushaltszucker: wie Haushaltszucker, dabei nur 50% Süßkraft
Einfluss auf den Insulinspiegel: lässt Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, d. h. Zuckerspiegel bleibt über längere Zeit stabil, so dass die gewonnene Energie im Körper länger genutzt werden kann. Zudem wird die Fettverbrennungsrate erhöht und die Fettspeicherungsrate erniedrigt.
Karies: zahnfreundlich
Nebenwirkungen: vgl. Isomalto-Oligosaccharid
TCM-Betrachtung: vgl. Isomalto-Oligosaccharid
CO2-Abdruck: Mäßig bis hoch: meist im industriellen Maßstab enzymatisch oder fermentativ hergestellt. Der hohe Aufwand an Strom, Wasser und Raffination verschlechtert die CO₂-Bilanz trotz teilweise regionaler Rohstoffe (wie Mais oder Zuckerrüben)


Trehalose
Hergestellt: enzymatisch aus Saccharose
Bestandteile: Zweifachzucker aus Glucose
Kalorien im Vergleich zu Haushaltszucker: wie Haushaltszucker
Einfluss auf den Insulinspiegel: lässt Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen
Karies: zahnfreundlich
Nebenwirkungen: Bei Mangel an Trehalaseenzym kann Trehalose nicht verdaut werden, was zu Darmbeschwerden wie Krämpfe, Blähungen und Durchfall führen kann.
TCM-Betrachtung:

  • Thermik: Kühl bis kalt (aufgrund des hohen Verarbeitungsgrads und der Schwerverdaulichkeit).
  • Wirkrichtung & Dynamik: Befeuchtet nicht im physiologischen Sinne (kein Aufbau von Körperflüssigkeiten), sondern erzeugt durch unvollständige Resorption pathologische Feuchtigkeit in Dickdarm und Milz (Mitte). Es schwächt bei regelmäßigem Verzehr die Mitte, was zu Blähungen, breiigen Stühlen und Kältegefühlen im Bauchraum führen kann.

CO2-Abdruck: Mäßig bis hoch: meist im industriellen Maßstab enzymatisch oder fermentativ hergestellt. Der hohe Aufwand an Strom, Wasser und Raffination verschlechtert die CO₂-Bilanz trotz teilweise regionaler Rohstoffe (wie Mais oder Zuckerrüben)


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