Qi – Lebenskraft – Was ist das?

 

Qi (japanisch: Ki), oft als strömende Lebenskraft beschrieben, die überall im gesamten Universum vorhanden ist und sich in allem Lebendigen in Form von Veränderung und Bewegung zeigt. Alles im Universum soll aus den Bewegungen von Qi im Spannungsfeld zwischen Materie und Energie kommen. Manche verstehen es als „energetische Konstellation“, die man, wenn es sich zu einer Form ballt, Xing (Form, Gestalt, Körper) nennt.

Jeder Lebensvorgang sei Ausdruck des Wirkens und der Bewegung des Qi. Ohne Qi gäbe es keine Bewegung, keinen Gedanken, keinen emotionalen Ausdruck und kein Leben.

 

„Obwohl Qi alles durchdringt und alles umfasst, lässt es sich doch nicht direkt beschreiben oder definieren.“

Ist das möglich, dass etwas, was dermaßen wichtig für unser Leben ist, sich uns so sehr entzieht?

Heißt das, dass man an das Qi „glauben“ muss?

Können Sie damit etwas anfangen?

Ich jedenfalls nicht! 

 

 

Das chinesische Schriftzeichen für Qi bedeutet Dampf über Reis. 

Suchen Sie nun im Wörterbuch Chinesisch-Deutsch nach Wortzusammensetzungen mit dem Zeichen für „Qi“, so werden sie nichts finden, was dem Deutschen Begriff „Energie“ ähnlich ist.

 

Betrachten wir also den Ursprungsbegriff „Wasserdampf über / um Reis“.

Es ist also etwas, das nicht wirklich greifbar ist um kleine Teile herum, von denen man leben kann.

 

Erinnerung an die Schule:

Im Biologieunterricht haben wir wohl alle gelernt, dass unsere „kleinsten Teile“, die Zellen, eine Salzlösung bestimmter Konzentration enthalten. Darum herum befindet sich Zwischen-Zell-Flüssigkeit, auch eine Salzlösung bestimmter, aber anderer Konzentration. Damit besteht zwischen innen und außen ein elektrisches Potential. Wird durch Porenöffnung das Potential zumindest teilweise ausgeglichen, so kommt es zu einem Stromfluss. Für die Nervenzelle mit ihrer phänomenalen Isolierungsschicht ist uns deren elektrisches Potential und Leitfähigkeit bewusst. Dass es jede unserer Zellen prinzipiell, wenn auch weniger offensichtlich, hat, ist uns meist nicht präsent.

 

Aus dem Physikunterricht ist uns wohl auch noch bekannt, dass, wenn Strom fließt, sich auch ein entsprechendes Magnetfeld aufbaut. Könnte das der „Wasserdampf“ um den Reis bzw. die Zellen sein, von dem die chinesischen Ärzte sprechen?

 

Wechseln wir kurz den Kontinent:

Schamanen in Südamerika nehmen bei einer Behandlung eines Patienten visionserzeugende Kräuter zu sich. Damit „sehen“ sie auf dem Körper des Patienten ein Linienmuster, was uns an die chinesischen Meridiane erinnert.

Dort, wo der Schamane eine Störung im Linienmuster erkennt, hat, gemäß diesem System, der Patient sein eigentliches Problem, das dann vom Schamanen behandelt wird.

 

Wie man unter diesen Voraussetzungen das Qi in seiner Wirkung verstehen kann, lesen Sie auf der folgenden Seite.