Der Chinesischen Medizin liegen natürlich andere philosophische Ideen zugrunde als unserer alten griechisch-römischen Medizin mit ihrer Säftelehre, unserer alchemistisch-spagyrischen Medizin mit  ihrer Signaturenlehre oder unserer modernen Schulmedizin mit ihrem physikalisch-mechanistischem Weltbild.

 Die Chinesische Medizin mit ihrer mehr als 3000 Jahre durchgehenden Tradition kommt ursprünglich von der schamanistischen Medizin.

Vor allem der Daoismus hat dann die Medizin maßgeblich mit seiner Art und Weise die Natur zu betrachten  geprägt. Seine Ideen und Wertevorstellungen prägen die heutige Chinesische Medizin.

An diesem Punkt trennten sich Chinesische und Tibetische Medizin.

Die Tibetische Medizin wurde nachfolgend aber stärker von Indien und der griechischen Säftelehre von Galen beeinflusst.
Das bedeutet beispielsweise, dass es die 5 Elemente (Wandlungsphasen) inklusive Funktionskreise gibt, aber wie in der Ayurveda nicht Yin, Yang und Qi, sondern die drei Doshas.

In China gab es hingegen, wenn auch nur geringe, Einflüsse von Konfuzianismus und Buddhismus auf die Medizin, und es wurden die Funktionskreise ausführlich durchdacht und das Konzept von Qi, Yin und Yang entwickelte sich zu dem grundlegenden philosophischen Ansatz für die Betrachtung von Gesundheit und Krankheit.