Antibakterielle Mittel können Muskeln schwächen


Antibakterielle Chemikalien in vielen Seifen, Duschgels, antibakteriellen Handwaschmitteln, Deodorants,  Zahnpasten, Spielzeug und Stoffen können, wie Forschungsergebnisse zeigen, Muskeln stören. (Gennady Cherednichenko et al., "Triclosan impairs excitation–contraction coupling and Ca2+ dynamics in striated muscle" in " Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" July 2012)

Der am häufigsten verwendete antibakterielle Zusatz ist Triclosan. Sie können die Substanz auf der Inhaltsliste auch unter dem Namen 5-Chlor-2-(2,4-dichlorphenoxy)-phenol finden.

Vermutlich stört Triclosan die Bewegung von Kalzium in und aus den Zellen. Die Kalziumregulation ist Grundlage für das richtige Funktionieren eines jeden Organismus, vor allem von Muskelzellen, wie zum Beispiel des Herzens.

In einer Studie an Mäusen wurde eine Dosis gewählt, die  weniger als 1 Prozent betrug von dem, was eigentlich für Tiere tödlich ist. Doch schon die erste getestete Maus starb innerhalb von einer Minute an Herzversagen.
Bei weiter reduzierten Dosen fand man, dass nicht nur die Herzleistung verringert wird, sondern auch die Kraft der Beinmuskulatur.
Ob dies sich 1 : 1 auf den Menschen anwenden lässt, ist bislang umstritten.

Bislang konnte dies eindeutig nur für Fische und Mäuse belegt werden. Aber mittlerweile findet man entsprechend hohe Belastungen mit Triclosan gelegentlich auch in Menschen, sogar in Muttermilch.

Es darf seit 2010 in Europa nicht mehr in Lebensmitteln und Gegenständen, die unmittelbar mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, verwendet werden.